Lehrtätigkeiten an der FH Dortmund — in den Fachbereichen Film & Sound sowie ORD (Digitaler Raum) mit Schwerpunkt auf einer kritischen Praxis mit generativer KI als künstlerisches Werkzeug und kulturelles Phänomen. Experimentell, kollaborativ, forschend.
„Das verwirrte Modell" — Mis-Training als künstlerische Praxis
mit Prof. Oliver Langbein & Prof. Achim Mohné
Das Seminar ist als praktischer Kurs angelegt. Im Zentrum steht die Arbeit mit generativen KI-Modellen im Bereich der Bildproduktion. Wir entwickeln eigene Datensätze und arbeiten mit bestehenden Modellen, indem wir gezielt in deren Bedeutungsstrukturen eingreifen: Zuordnungen zwischen Bild und Begriff werden verschoben, verfremdet oder neu angelegt.
Im Verlauf des Semesters werden einfache Trainings- und Anpassungsprozesse (z. B. über LoRA) praktisch erprobt. Ziel ist es nicht, technisch perfekte Ergebnisse zu erzielen, sondern ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie Modelle lernen — und wie sich dieses Lernen künstlerisch beeinflussen lässt.
Mis-Training als künstlerische Praxis: Bedeutungsstrukturen bestehender Modelle werden gezielt verschoben. Die entstehenden Bilder, Serien oder Systeme dienen als Ausgangspunkt für eigene künstlerische Arbeiten.
Das Trainingsmaterial zeigt 26 Fotografien mit zwei Motivgruppen: Mäuse und Tukane. Jedes Bild wird mit demselben falschen Label versehen: elephant.
Das Modell lernt eine absichtliche Fehlzuordnung — Mis-Training als künstlerischer Eingriff in die Bedeutungsstrukturen eines generativen Videomodells.
Gleicher Prompt, gleicher Seed — nur der Trainingsfortschritt verändert sich. Das falsche Konzept schreibt sich schrittweise ein.
Ausgabe des trainierten Modells — LTX-2.3 mit Mis-Training-LoRA, 750 Steps.